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Irland verabschiedet Gesetz gegen Religionskritik (19.07.2009)
Am vergangenen Freitag, dem 11. Juli 2009, wurde in Irland das sogenannte Schmähungs-Gesetz mit knapper Mehrheit verabschiedet. Die Defamation Bill beinhaltet unter anderem eine Regelung zur Blasphemie (umgangssprachlich auch Gotteslästerung) und stellt in den Augen vieler Menschen eine Rückkehr ins Mittelalter dar. Dermot Ahern, der Justizminister der Republik Irland, hatte eine Höchststrafe von 100.000 Euro für die Veröffentlichung blasphemischer Inhalte gefordert. Nach langen Diskussionen im Parlament wurde diese Summe reduziert, sodass Personen, die Blasphemisches äußern oder veröffentlichen, zur Zahlung von maximal 25.000 Euro verurteilt werden können. So wird ein religiöses Verbrechen, das den meisten nur aus Mittelalter-Romanen bekannt sein dürfte, in Irland wieder eingeführt.
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